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Hightech-Unternehmen eröffnet Innovation Lab in München

Hightech-Unternehmen eröffnet Innovation Lab in München

senswork feiert 10. Geburtstag mit neuem Innovation Lab

Trotz Corona-Krise und Lockdown wächst das Burghauser Unternehmen senswork kontinuierlich und eröffnet dieses Jahr ein Innovation Lab in München. Der Schwerpunkt dort: Bildverarbeitung und Künstliche Intelligenz.

„Wir entwickeln Sehen für Maschinen und Roboter“, lautet der Leitsatz des senswork Innovation Lab in München. Das jüngste Aushängeschild des Burghauser Unternehmens verfolgt neue Wege und arbeitet an Lösungen für die optische Inspektion mittels Deep Learning und KI. Innovative Technologien werden frühzeitig aufgegriffen, um sie für Industrie und Forschung nutzbar zu machen. „Damit bereiten wir den Weg für die Zukunft der Qualitätssicherung“, sagt Rainer Obergrußberger, Geschäftsführer von senswork.

Aktuell arbeitet senswork in seinem Innovation Lab an der Bildanalyse großer Datensätze mittels neuronaler Netzwerke, der Erzeugung und Auswertung hochauflösender 3D-Messanwendungen sowie der Datenerfassung außerhalb des vom Menschen wahrnehmbaren Wellenlängen-Bereiches.

Deep Learning erweitert Machine-Vision-Anwendungen enorm

Mit Deep Learning werden die Anwendungen in der Bildverarbeitung enorm erweitert. Für den Einsatz von Deep-Learning-Verfahren in der Bildverarbeitung bietet senswork eine Begleitung über den gesamten Planungs- und Integrationsprozess an. Um die Machbarkeit einer Aufgabenstellung zu analysieren, wird generell eine Vorstudie durchgeführt. Dafür sind Bilddaten des zu prüfenden Vorgangs notwendig, die entweder bereits beim Kunden vorhanden sind oder die mit einem Bildverarbeitungssystem vor Ort aufgezeichnet werden.

„Bei der Auswahl eines geeigneten Toolkits orientieren wir uns an der optimalen Lösung“, so Markus Schatzl, Leiter des Innovation Lab. „Diese kann sowohl in der Anwendung unserer eigenen Deep-Learning-Software Neuralyze liegen als auch in der Nutzung von Bibliotheken namhafter Softwarehäuser.“

Geeignet für diffuse, transparente oder gekrümmte Oberflächen

Deep Learning eignet sich vor allem für 2D- und 3D-Technologien, etwa bei Prüfobjekten mit diffusen, transparenten oder gekrümmten Oberflächen, bei denen die Fehlermerkmale eine große Bandbreite aufweisen. Dazu gehört das Erkennen von Rissen und Lunkern auf rauen Oberflächen in der Druckgusstechnologie. Auch die Beurteilung von Naturprodukten wie Pflanzenwachstum oder Lebensmitteln ist mit Deep-Learning-Systemen möglich.

Diese Entwicklung hatte vor zehn Jahren noch niemand geahnt. Zu zweit gründeten die beiden Geschäftsführer Rainer Obergrußberger und Roman Rieger am 11. Januar 2011 senswork in Rosenheim. Über mehrere Jahre hinweg waren Roman Rieger und Rainer Obergrußberger Teilnehmer in einem Seminar für Führungskräfte an der dortigen Hochschule und entwickelten bereits in dieser Zeit Pläne für ein eigenes Unternehmen. Der Name verrät, dass Sensorsysteme auch damals schon Hauptanwendungsfeld der Firma waren. In diesem Bereich konnten beide ihre mehr als 20-jährige Erfahrung einbringen.

Tätigkeitsfelder kontinuierlich ausgebaut

Seit der Gründung hat sich das Unternehmen kontinuierlich vergrößert und seine Tätigkeitsfelder weiter ausgebaut. Zu den Stammkunden zählen in der Industrie ansässige Firmen wie Wacker, Rosenberger, Siemens und Alete. Die Systeme werden vorwiegend im Automotive-Bereich, im Maschinenbau, in der Medizintechnik, in der Elektro- und Lebensmittelindustrie eingesetzt. Die digitale Bildverarbeitung ist in vielen Fällen der Garant für höchste Produktqualität.

Über zehn Jahre hinweg ist der Hersteller von Highend-Lösungen stetig gewachsen. Heute arbeiten fast 30 Mitarbeiter an vier Standorten, einer davon jüngst in Tennessee/USA eröffnet, der größte Teil jedoch am Hauptsitz in Burghausen.

Der erste Umzug von Rosenheim nach Burghausen fand im September 2013 statt. Der erste Prüfautomat wurde behelfsweise in einem Container mit Doppelflügel-Türen konstruiert und aufgebaut. „Diesen hatten wir kurzfristig angemietet, denn der fertigmontierte Automat hätte nicht durch die Eingangstür gepasst“, erinnert sich Roman Rieger. Ende 2017 folgte der Umzug an den heutigen Standort, nur eine Straße weiter, nachdem die alten Räumlichkeiten endgültig zu klein geworden waren.

Engagement, Ideenreichtum und Investitionsbereitschaft

Auf einer Fläche von 500 Quadratmetern mit eigener Werkstatt und modernem Testlabor tüfteln, entwickeln, konstruieren, bauen und programmieren die Ingenieure und Techniker aus verschiedensten Fachrichtungen. Und Platz zu wachsen gibt es auch noch.

Das Portfolio umfasst mittlerweile neben den Kamerasystemen zur Automatisierung und Qualitätssicherung auch Komplettsysteme und Sonderlösungen. Von der Planung über die Umsetzung mit Prototyping, Konstruktion, Integration und Inbetriebnahme liefert senswork alles aus einer Hand.

Das, was senswork auszeichnet, sind viel Engagement, Ideenreichtum und Investitionsbereitschaft. „Unsere Neugierde und unsere Begeisterung für die Bildverarbeitung sind der Antrieb, die Herausforderung unserer Kunden mit hoher Qualität zu meistern“, sagt Roman Rieger. Auch in Zeiten von Corona managt senswork innovative Projekte erfolgreich. Der Umsatz 2020 war trotz Corona auf Vorjahres-Niveau.

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